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Sie Werden Diese Bizarre Wahrheit Von Wohnzimmertisch Ostermann Niemals Glauben

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Sie Werden Diese Bizarre Wahrheit Von Wohnzimmertisch Ostermann Niemals Glauben

Myra ist dünn und zerbrechlich. Ikora dagegen schwerer und robuster. Myra ist so um die 80 und noch ein paar Jahre älter als Ikora. Beiden sieht man ihr wahres Alter nicht an. Man weiß nicht, ob sie nun alt oder jung sind. “Zeitlos sind sie”, sagt Ingrid Ostermann. Bei ihr darf Ikora auf den Wohnzimmertisch. Myra wird weggesperrt und behutsam verwahrt. Myra und Ikora, so könnten doch auch Gottheiten aus der griechischen Mythologie geheißen haben. Myra? Kommt nicht von da der Bischof Nikolaus her? Aus der Stadt Myra irgendwo in Kleinasien?

Couchtisch Gordon - wohnzimmertisch ostermann
Couchtisch Gordon – wohnzimmertisch ostermann | wohnzimmertisch ostermann

Nur, mit Myra und Ikora hat es etwas ganz anderes auf sich. Es sind die Bezeichnungen für zwei ganz unterschiedliche Produktreihen aus Kunstglas, die die WMF, die Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen, von 1926 an bis in die Mitte der 1950er Jahre hinein herstellte. Gläserne Gebrauchsgegenstände für den Alltag, Vasen und Schalen, Krüge sowie Lampenschirme und -sockel, aber auch dekorative Glasfische, praktische Eierbecher oder Glasschmuck. Glasperlenketten etwa, nur Myra- oder Ikora-Trinkgläser nicht. Fast drei Jahrzehnte lang, bis die Glasproduktion wieder eingestellt wurde – wegen Unrentabilität und mangelnder Nachfrage.

Seitdem hat sich ein Markt gebildet, auf dem sich begeisterte Myra- und Ikora-Glassammler tummeln und versuchen, ihre Kollektionen durch immer seltener auftauchende Exemplare zu ergänzen. In den 1950er Jahren, noch als junges Mädchen, als sie mit ihrer Schulklasse den Geislinger Glasbläsern bei der Arbeit zuschauen durfte, wie aus glutheißen Glasbollen die schönsten Vasen und Schalen blasend, drehend, klopfend und ziehend gezaubert wurden, da sei sie sofort von Myra und Ikora fasziniert gewesen, schwärmt Ingrid Ostermann aus Bünzwangen. Und die Dote, ihre schwäbische Patentante, die Kassiererin in der Fischhalle war, habe ihr immer wieder etwas mitgebracht.

WMF und Glas. Dass im Hause der Württembergischen Metallwarenfabrik tatsächlich einmal Glas hergestellt wurde, ist fast schon in Vergessenheit geraten. Die Glas-Sammlung von Ingrid Ostermann wurde im Laufe der Zeit immer umfangreicher. Auf Flohmärkten sei sie früher häufig fündig geworden, sagt sie. Inzwischen ist das nicht mehr so einfach. Ingrid Ostermann sucht weiter. Seit 46 Jahren schon.

Ostermann Wohnzimmertisch - wohnzimmertisch ostermann
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Und irgendwann hatte sie dann die Idee, mit den alten und inzwischen wertvollen WMF-Gläsern eine Ausstellung zu machen. Die wird nun in im Museum “Alte Post” in Ebersbach gezeigt. “Der Großteil der Exponate stammt von Frau Ostermann und aus ihrem Freundeskreis”, bestätigt Museumsleiter Uwe Geiger. “Auch von der WMF sind Leihgaben dabei. Zu sehen sind Gläser, die man damals im Fachgeschäft überall in Deutschland und in vielen anderen Ländern der westlichen Welt kaufen konnte.” Daher auch die besondere international verständliche Namensgebung, vermutet Uwe Geiger. Die Bezeichnung Myra ist tatsächlich in Anlehnung an die kleinasiatische Bischofsstadt gewählt worden. Bei archäologischen Ausgrabungen war dort antikes Glas mit opalisierendem Farbspiel gefunden worden.

Auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen WMF-Direktors Hugo Debach fing man bei WMF an, neue Gläser, die wie die Funde in Myra aussehen sollten, zu entwickeln. 1926 – nach 15-monatiger Versuchszeit – begann die WMF schließlich mit einer Serienproduktion. Aus farblosem Bleiglas, in Verbindung mit verschiedensten Metallsalzlösungen und bei Temperaturen zwischen 450 und 1100 Grad Celsius entstanden dünnwandige Myra-Gläser mit perlmuttartigem oder irisierendem oder metallischem oder seidenmatt goldschimmerndem Glanz, leicht und zerbrechlich. Deshalb stehen sie bei Ingrid Ostermann auch nicht auf dem Wohnzimmertisch. Ikora-Gläser sind strapazierfähiger und schwerer. Den Namen leiteten ihre Geislinger Erfinder von der in Ostindien verbreiteten Strauchpflanze Ixora ab. Ikora-Glasprodukte bestehen aus zwei übereinander liegenden Glasschichten. Dazwischen liegt hauchdünn eine Lage aus Aufschmelzungen mit farbigem Puder. Es war sogar möglich, in den Ikora-Gläsern feinmaschige Strukturen zu schaffen, die wie Spinnennetze aussahen. Sowohl die Myra-Glasprodukte als auch die Ikora-Gläser waren sämtlich mundgeblasen und von Hand gefertigt. So war jedes zwar ein Serienprodukt aber doch ein Unikat.

Gleich zu Beginn begegnet der Besucher der Ebersbacher Ausstellung einer blauen Ikora-Schale. In ihrer Mitte ist ein weißer, sechstrahliger Stern, von der Form her durchaus einer Ixora-Blüte ähnlich. “Blau war selten”, weiß Museumsleiter Uwe Geiger. “Gängig und gefragt waren rote und grüne Farben.” Und es wurde komponiert. Gelb mit Grün, Grün mit Orange, Braun mit Gelb, Rot mit Braun. Der Kreativität der Geislinger Glaskünstler waren kaum Grenzen gesetzt. Hinter einer Glasvitrine ist eine zerbrochene Ikora-Schale zu sehen. “Man könnte sie flicken”, meint der Restaurationsexperte Uwe Geiger. “Die Einzelteile sind ja vorhanden.” So aber erkennt der Besucher die einzelnen Glasschichten besser. Die Bruchkanten sind glatt und messerscharf. Bei einem Glaskrug ist nur der Henkel farblos. Vom Hals bis hinunter zum Bauch zerfließt ein lindes Blattgrün und vermischt sich allmählich mit einem geerdeten Braun. Auf eine senkrecht platzierte Schale mit wulstigem Rand blickt der Ausstellungsbesucher wie auf eine Qualle im getrübten Wasser. In einer anderen glaubt er, am Boden des Behältnisses Eidotter zu sehen. Das Farbenspiel reicht von Erdtönen bis zu hin zu plakativen Popfarben.

Im ersten Stock in der Alten Post überrascht ein filmisches Zeitdokument den Besucher. In den 1930er Jahren hatte die WMF einen Film anfertigen lassen, der recht eindrucksvoll wiedergibt, wie in der Geislinger Glasschmiede gearbeitet wurde. So wie es Ingrid Ostermann mit eigenen Augen noch gesehen hat. Verschwitze Männer blasen mit dicken Backen durch Glasmacherpfeifen, um am Ende des eineinhalb Meter langen Pusterohres Glasbollen aufzublähen. Bis zu 150 Arbeiter sollen bei der WMF mit der Herstellung von Glas beschäftigt gewesen sein. Gearbeitet wurde in Teams und schnell. Glas musste im zähflüssigen Zustand rasch in Form gebracht werden. Den Männer sieht man an, wie konzentriert sie bei ihrer Arbeit zu Werke gingen.

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Nach Kriegsbeginn wurde der Rohstoff knapp und die WMF musste die Glasproduktion einstellen. Erst 1948 konnte sie wieder aufgenommen werden, kam aber nie mehr so richtig in Schwung. Bei Ikora-Produkten wurden die Farben immer einfacher. Die Zeiten und der Geschmack der Menschen hatten sich geändert. Geislingens Glasmacher bemühten sich noch, eine Nachfolgereihe für Ikora zu starten. Jetzt wurden die Netzstrukturen mit einem feinen Kupfergeflecht im Glaskörper erzeugt. Im zweiten Stock der Ausstellung erinnert eine 10,5 Kilogramm schwere massive Glasvase an diese Versuchsreihe. Es half alles nichts. 1954 war Schluss. die Ebersbach Ausstellung belebt das wieder, was bei WMF seit 60 Jahren Geschichte ist.
 

Infos für Besucher

Laufzeit “Myra & Ikora – edles Glas der WMF” ist der Titel der Ausstellung im Stadtmuseum “Alte Post” in Ebersbach, die bis zum 22. Februar zu sehen ist.

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Öffnungszeiten Das Museum hat donnerstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An Neujahr ist die Ausstellung ebenfalls von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Führungen und Besichtigungen sind auch zu anderen Zeiten nach Vereinbarung möglich.

Kontakt Weitere Informationen und Kontakt über Telefon: (07163) 161-150 (Infotelefon) und -151 (Büro) sowie www.ebersbach.de wohnzimmertisch ostermann

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hakim

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